Tage die die Welt nicht braucht

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Ja, so Tage gibt das, die sind – gelinde gesagt – für den Arsch. Das geht damit los, dass man irgendwie nicht so hittig drauf ist. Kann ja mal passieren, wird schon nicht so schlimm werden. Man wagt schnell noch mal einen Blick aufs Konto, nach dem man sich wünscht, man hätte es nicht getan, würde plötzlich eine Million gewinnen oder könnte wenigstens der Finanzkrise die Schuld geben. Ist aber nicht drin, nur man selbst und die Unfähigkeit mit Geld umzugehen kommen als Schuldige in Frage.
Im weiteren Verlauf des Tages steigt man ins Auto und fährt zur Uni1 macht das Radio an und es kräht einem Musik entgegen die vom Nervfaktor voll zum Tag passt. Und man weiß, dass es jetzt wieder Stunden dauert, bis man den Kasper Xavier wieder aus dem inneren Radio im Kopf bekommt.

Der Rest des Tages läuft so lala und man schöpft wieder Hoffnung. Wird schon werden und die Klausur kann ja so schlimm nicht sein und danach isses ja erstmal vorbei. Kurz: die Klausur war unter aller Sau. Ich hasse es, wenn Dozenten darauf hinweisen, dass etwas für die Klausur nicht relevant ist oder explizit nicht gefordert wird, nur damit man dann in der Klausur vor Fragen mit genau diesem Inhalt sitzt. -.-’

Krönender Abschluss des Tages war dann aber das abendliche öffnen meiner Post. In einem Brief von meinem Stromanbieter wurde ich freundlichst, nachhaltig und sowieso darauf hingewiesen, dass man die 850€ für die in den letzten drei Monaten verbrauchten fünfeinhalbtausend Kilowattstunden, sowie den ab sofort monatlich fälligen Abschlag von 200 und peng Euronen demnächst von meinem Konto abbuchen würde. Frei nach dem Motto des  Anbieters eben: fair zum Kunden – aktiv im Markt oder so.

Nachdem ich meinen Schreikrampf beendet hatte, den Kater und seine Rockband, sowie den illegal von uns im Keller betriebenen Tussitoaster als Quelle ausgeschlossen hatte, versuchte ich dann meinen Anbieter anzurufen und ihm freundlich und nachhaltig mitzuteilen, dass der Zähler bei unserem Einzug mitnichten auf Null stand sondern schon knapp 5000 Kilowattstunden aufwies. Leider war natürlich keiner mehr da. Also ist das dann morgen dran. Hab ich dann ja auch gleich wieder was zu tun, nicht dass hier plötzlich noch Langweile aufkommt.

Ich mag btw. diesen Milchkarton da vorne nicht. Morgen druck ich Schildchen aus, auf denen nein! steht und kleb sie über das ja! das mich da anschreit, dann passts auch wieder^^

Gott sei dank isses gleich vorbei und mein Bett wollte mir sowieso noch nie was böses. In diesem Sinne: Es kann ja nur besser werden.

Edit 19.02. morgens: hab beim Anbieter angerufen und es konnte alles geklärt werden. Was ein Glück :)

  1. weil Klausurentag und abends Filmabend vom Institut nicht mit dem Bus []

6 Responses to “Tage die die Welt nicht braucht”

  1. Basti Says:

    Du hast auch immer ein Pech?! Jetzt will sogar schon der Strommann Geld von dir. Heiz ihm morgen mal ordentlich ein…

  2. Jenni Says:

    bloß nicht, nachher gibts noch ne Heizkostenabrechnugserhöhung oder so ^^ mM hat aber ausgerechnet, dass im Gegenteil die UNS irgendwas zwischen 20 und 40 Euro schulden (je nach Rechenweg ;) ) ich freu mich schon auf das Telefonat morgen -.-

  3. Konna Says:

    Und was lernen wir daraus? Wenn man den Rechner länger nicht benutzt (i.e. in der Nacht), dann schaltet man ihn aus. :P

  4. Jenni Says:

    @Konna, für den Stromverbrauch hätte ich unsere Bude mit durchgängig laufenden Rechnern so heizen können, dass man hier Saunagänge veranstalten kann^^

  5. tshalina Says:

    Hui, bei der Rechnung wäre mir Angst und Bange geworden. Ich hätte die Zeilen wohl nicht mehr geschrieben, weil ich erstmal ohnmächtig geworden wäre.

  6. Jenni Says:

    Als ich die Zeilen geschrieben hab, war ich ja auch über ein solches Stadium weit hinaus und wir hatten schon festgestellt, worans lag^^ deswegen war ich da ja schon fast entspannt. Aber mich hats auch schon ganz schön gegruselt als ichs gelesen hab…

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